22. Mrz 2019

Nachhaltigkeits-Bericht 2018

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Unser Nachhaltigkeitsansatz

„Nachhaltigkeit“ ist einer unserer vier Kernwerte, nicht nur aus der Anlageperspektive, sondern auch für uns als Finanzmarktteilnehmer. Wir verfolgen eine langfristige, zukunftsorientierte Perspektive, in deren Mittelpunkt unsere Kunden stehen, und wir haben die Auswirkungen unseres Handelns auf globaler und gesellschaftlicher Ebene im Blick.

Unsere Interessensgruppen

Unsere Wertschöpfungskette umfasst verschiedene Interessengruppen, darunter Kunden, Anleger, Mitarbeiter, Aktionäre und Lieferanten sowie Aufsichtsbehörden, Öffentlichkeit, Medien und Vertreter der Zivilgesellschaft, wie zum Beispiel Nichtregierungsorganisationen (NROs). Für alle von uns identifizierten Interessengruppen existierten zuständige Ansprechpartner innerhalb der DWS Gruppe.

Unsere Interessengruppen vertreten unterschiedliche Anliegen, die auch miteinander in Konflikt stehen können. Wir versuchen, solche Interessenkonflikte angemessen auszubalancieren. Wir sind offen für konstruktive Kritik und Dialoge, die wir in unsere Prüfprozesse und in unseren Nachhaltigkeitsansatz einfließen lassen.

Wir halten einen konstruktiven Dialog für wesentlich, um die Erwartungen und Bedenken unserer Interessengruppen zu kennen. Er hilft uns nicht nur zu verstehen, welche positiven und negativen Auswirkungen unsere geschäftlichen Aktivitäten haben, sondern fördert gleichzeitig die Akzeptanz für unser Handeln. Dabei bemühen wir uns um eine Stärkung von Vertrauen und Zusammenarbeit sowie eine Verbesserung unserer Nachhaltigkeit.

"ESG und Nachhaltigkeit im weitesten Sinne ist für die DWS von größter Wichtigkeit. Das liegt an der treuhänderischen Tätigkeit, die im Kern unserer Arbeit als Vermögensverwalter liegt. Und Nachhaltigkeit ist einer unserer vier Kernwerte in der DWS. Wir werden immer danach streben, verantwortlich zu handeln, und zugleich Möglichkeiten suchen, unser Geschäft weiterzuentwickeln. "

Dr. Asoka Wöhrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO)

Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) und aktives Aktionärstum

Wir handeln als Treuhänder für unsere Kunden, deren Interessen an erster Stelle stehen. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, sie beim Erhalt und Aufbau ihres Vermögens zu unterstützen. Unser Ziel ist es, unseren Kunden Strategien anzubieten, die ihre risikoadjustierten Renditen erhalten und gegebenenfalls steigern. Nach unserem Verständnis ist es Bestandteil unserer treuhänderischen Pflichten, nichtfinanzielle ESG-Faktoren so gut wie möglich zu berücksichtigen: Nicht nur in unseren eigenen Anlageentscheidungen, sondern auch durch die Wahrnehmung eines aktiven Aktionärstums bei unseren Beständen, indem wir durch Stimmrechtsausübung und aktive Einflussnahme Veränderungen zum Vorteil unserer Kunden vorantreiben.

Die Vermögensverwaltungsbranche spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der Gesellschaft: Hierzu gehört es auch, das Finanzsystem nachhaltiger zu machen. Dies erfordert die Einbeziehung von ESG-Themen sowie von Fragen der langfristigen Nachhaltigkeit wie das Klimarisiko in die Anlagestrategie, Risikosteuerung, Aufteilung des Portfolios, Governance und StewardshipAktivitäten. Finanzaufsichtsbehörden auf der ganzen Welt legen ein zunehmendes Augenmerk auf die Fähigkeiten, Vorkehrungen und Handlungen von Finanzinstituten im Umgang mit dem Klimawandel und allgemeinen Nachhaltigkeitsrisiken zu treffen. In Europa wird das Thema nachhaltige Finanzierung durch den Sustainable Finance Action Plan (SFAP) der Europäischen Kommission weiter an Bedeutung gewinnen. Eines der Ziele des SFAP besteht darin, Kapital in Richtung von nachhaltigen Aktivitäten zu kanalisieren, um die Energie- und Klimaziele der EU bis 2030 zu erreichen. Nähere Informationen zu unserer Rolle beim SFAP finden sich in Abschnitt 6.5.1 in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2018 „Sustainable Finance Action Plan der Europäischen Kommission”.

ESG-Lösungen

Wir sind der Ansicht, dass unsere Expertise und unsere umfangreiche Erfahrung in nachhaltigen Investments uns wertvolle Erkenntnisse liefern, die uns dabei helfen, das Vermögen unserer Kunden langfristig zu schützen und zu vermehren. Die wachsende Bedeutung von ESG wird durch die regulatorischen Entwicklungen, unabhängige Forschung sowie unsere eigene Erfahrung bestätigt. Sie zeigt, dass die Einbeziehung von ESG-Faktoren in den Investmentprozess Potenzial zur Verbesserung der Performance und Reduzierung des Risikos besitzt. Dank unserer ESG-Organisation, unseres ESG-Integrationsprozesses der vergangenen zehn Jahre, unserer kontinuierlichen ESG-Schulungen für Investmentexperten und der Verbesserung unserer ESG-Datenbank und ihrer Funktionalitäten haben wir eine solide Basis. Dadurch ist die DWS sehr gut positioniert, um Kunden maßgeschneiderte ESG-Lösungen auf Basis ihrer eigenen ESG-Kriterien anbieten zu können.

ESG und Nachhaltige Investments

Ende 2018 wiesen wir ein nach ESG-Kriterien und nachhaltig verwaltetes Vermögen von 32,8 Mrd. € sowie Immobilienanlagen in als umweltfreundlich zertifizierten Gebäuden in Höhe von 13,4 Mrd. € und Infrastrukturanlagen im Bereich der erneuerbaren Energien in Höhe von 862 Mio. € aus. Insgesamt verwalteten wir zum 31. Dezember 2018 ein Volumen von 662 Mrd. €. Um der Struktur unserer Vermögensbasis Rechnung zu tragen, definieren wir das verwaltete Vermögen (AuM) als (a) Vermögenswerte, die für Kunden zu Anlagezwecken gehalten werden, und/oder (b) Kundenvermögen, das wir auf einer diskretionären oder beratenden Basis verwalten. Im Bereich der alternativen Investments kann es sich dabei entweder um zugesagtes oder um investiertes Kapital mit Provisionserträgen handeln.

Wir klassifizieren das nach ESG-Kriterien verwaltete Vermögen gemäß den gängigen Branchenstandards und -leitlinien. Die Investorenberichterstattung an die Global Sustainable Investment Alliance (GSIA) über deren regionale Mitgliedsorganisationen wie das European Sustainable Investment Forum (EuroSIF), das US Forum for Sustainable and Responsible Investment (USSIF) und die UK Sustainable Investment and Finance Association (UKSIF) ist weltweit zum Standard geworden, um nach ESG-Kriterien verwaltetes Vermögen einzuordnen. Wir folgen dieser Methodik. Mit dem in der EU geltenden Rahmenwerk sollen die Integrität des Marktes für nachhaltige Finanzen und das Vertrauen in ihn durch neue Standards und Kennzeichnungen für Produkte aus dem Bereich der nachhaltigen Finanzierungen (Sustainable Finance) wie grüne Anleihen sichergestellt werden. Dieses einheitliche Klassifizierungssystem, das in der EU-Terminologie als „Nachhaltigkeitstaxonomie“ bekannt ist, soll dabei unterstützen, nachhaltige Kapitalströme zu messen, indem kodifiziert wird, welche Investitionen als „grün“ einzustufen sind[1].

Während wir einerseits den Grad der ESG-Integration über unsere gesamte Investmentplattform ausbauen, bieten wir andererseits Produkte, die speziell nach einer ESG-Strategie verwaltet werden. Letztere Vermögenswerte sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Anhand der von Finance zusammengetragenen Daten stellt das Sustainability Office (das dem CIO for Responsible Investments unterstellt ist) der Geschäftsführung regelmäßig aggregierte Zahlen zur Verfügung. Das Responsible Investment Leadership-Team und unsere Vertriebsorganisation unterziehen neue Produktinitiativen regelmäßigen Überprüfungen.

Entwicklung von Produkten für unsere Kunden

Unsere Ertragslage hängt insbesondere von der Fähigkeit ab, neue Investmentprodukte und -dienstleistungen zu entwickeln, auf den Markt zu bringen und erfolgreich zu verwalten. Die Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen erfordern kontinuierliche Innovationen von unserer Seite aus und könnten mit einem beträchtlichen Zeit- und Ressourcenaufwand sowie mit laufenden Supportleistungen und Investitionen verbunden sein. Wenn unsere Produkte für unsere Kunden oder den Zielmarkt ungeeignet oder nicht angemessen sind, könnten wir potenziellen Haftungsansprüchen ausgesetzt sein. Unsere Produkte und Investmentlösungen wurden so konzipiert, dass die derzeitigen und zukünftigen Kundenbedürfnisse erfüllt werden. Wir wollen sicherstellen, dass ein Produkt so gestaltet ist, dass seine Produktmerkmale (Ertragserwartungen, Liquidität, Diversifikation oder Vorteile aus Sicherungsgeschäften) für unsere Kunden einen Mehrwert erbringen. Wir wollen transparente, leicht zugängliche Produkte entwickeln, die für den Einzelnen nützlich sind, der Welt insgesamt aber nicht schaden.

"Auch künftig wollen wir innovative ESG-Produkte entwickeln und etablieren, denn Nachhaltigkeit ist für uns in der DWS kein kurzfristiger Trend, sondern eine Frage von langfristig verantwortlichem Handeln. Sie ist für uns eine zentrale Richtschnur und bietet zugleich die Möglichkeit, uns vom Wettbewerb abzuheben."

Dr. Asoka Wöhrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO)

Produkt-Lebenszyklusmanagement

Wir veranstalten seit 2018 regelmäßig Kunden- und Produktstrategieforen, um Strategien und Maßnahmen bei der Kundenbetreuung und innerhalb der Investmentplattform abzustimmen. Im Zuge der Formulierung einer Produktstrategie ist es von wesentlicher Bedeutung, die globalen Trends proaktiv zu berücksichtigen und eine geeignete Produktpalette so zu positionieren, dass unsere Kunden von diesen globalen Trends profitieren können. Dabei kann es sich um Technologie (wie die Digitalisierung, Automation oder Robotik), ökologische Aspekte (wie den Klimawandel, erneuerbare Energien oder die Kreislaufwirtschaft) oder demografische Veränderungen (beispielsweise im Gesundheitssektor) handeln. Die Phase der Ideenerzeugung ist der erste Schritt im Produkt-Lebenszyklusmanagement.

Der erste Schritt sollte eine geeignete Übereinstimmung der Kundenbedürfnisse, Marktentwicklungen und Unternehmensstrategie sicherstellen und eine gemeinsame Entwicklung des Produktplans ermöglichen. Außerdem sollte erfasst werden, wie der Plan ausgeführt wird. Diese Herangehensweise wird im Grunde weltweit verfolgt. Zur Berücksichtigung von regionalen und rechtlichen Besonderheiten[2] sowie Unterschieden in den Produktstrukturen wird der Prozess mit abweichenden Verantwortlichkeiten regional angepasst.

Eine tragfähige Partnerschaft und gedeihliche Zusammenarbeit zwischen den Produkt- und Kundenbetreuungsbereichen sowie der Kundenplattform unterstützt einen strategischen Produktplanungs- und -Überprüfungsprozess und ermöglicht es den Bereichen, die Kundenzufriedenheit zu fördern, aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Dies wiederum stärkt die Position der DWS auf dem Markt. Dieser Prozess wird in der nachfolgenden Abbildung veranschaulicht, in der der Lebenszyklus einer funktionsübergreifenden Interaktion zwischen unseren verschiedenen Teams dargestellt wird.

Sobald die Produkt- beziehungsweise Strategieidee generiert und einer Prioritätsstufe zugeordnet wurde, wird das Produktdesign spezifiziert und auf Machbarkeit geprüft (Schritt 2). Im dritten Schritt ist das Produktplattform-Team für den Prozess zur ProduktGovernance entlang des gesamten Produktlebenszyklus verantwortlich. Zu diesem Zweck wurde ein Product Governance Colloquium (PGC) eingerichtet, um den Leitungsgremien und Ausschüssen der jeweiligen DWS-Gesellschaft eine stichhaltige Analyse für die Genehmigung oder Ablehnung von Produktinitiativen bereitzustellen. Dadurch wird sichergestellt, dass die DWS den Kunden die richtigen Produkte bereitstellt, sodass die Produktmerkmale optimal auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Für den Alternatives-Bereich übernimmt das Product Development Committee diese Aufgabe in verschiedenen Stufen. Sobald die Investmentidee genehmigt und die Entscheidung getroffen wurde, mit dem Produktdesign zu beginnen, wird das Produkt im vierten Prozessschritt lanciert.

Das PGC führt die Analyse, das Screening und die Due Diligence produktbezogener Initiativen durch. Dazu gehören die Einführung, Beurteilung und Optimierung neu aufgelegter Produkte, wesentliche Produktänderungen sowie die Zusammenlegung und Einstellung von Produkten. Mit den vom PGC getroffenen Entscheidungen sollen sämtliche Folgen für die DWS entlang der Wertschöpfungskette sowie in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik auch rechtliche und regulatorische Anforderungen berücksichtigt werden. Der Leiter der Produktplattform für die Regionen EMEA und Asien-Pazifik berichtet an die Geschäftsführung und hat den Vorsitz des PGC inne. Zum PGC gehören der Business Control Officer und Vertreter der Bereiche Investment, Coverage, Legal, Compliance, Risk und Operations.

In den USA wird das PGC vom Global Co-Head of Product Strategy geleitet, der an den Regional Head of the Americas (Mitglied der Geschäftsführung) berichtet. Rechtliche und regulatorische Anforderungen werden gemeinsam mit dem separaten Americas NPA Panel (Gremium zur Genehmigung neuer Produkte (New Product Approval – NPA)) beurteilt.

Wenngleich bei diesem Überprüfungs- und Risikobewertungsprozess die Interessen der Kunden und Investoren an erster Stelle stehen, schließt er auch eine Beurteilung des Reputationsrisikos ein. Das Reputationsrisiko kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden und hängt von unvorhersehbaren Änderungen in der Wahrnehmung von Geschäftspraktiken durch verschiedene Interessengruppen wie Öffentlichkeit, Kunden, Aktionäre und Aufsichtsbehörden ab. Wir sind bestrebt, nachhaltige Standards zu fördern, mit denen die Rentabilität gesteigert und das Risiko, dass eine Geschäftsverbindung, Handlung oder Unterlassung von Interessengruppen als unangemessen oder mit unseren Werten und Überzeugungen unvereinbar angesehen wird, minimiert wird. Um unseren treuhänderischen Pflichten nachzukommen, haben wir spezifische Verfahren für Reputationsrisikofragen definiert, wie dies in den jeweiligen Reputationsrisikoverfahren erläutert ist. Verantwortlich für diese Verfahren ist unser NonFinancial Risk Management-Team.

Im fünften Schritt unterstützt der Bereich Product Analytics das Senior Management (beispielsweise der Investmentplattform, Kundenbetreuung und Gesellschaften/Leitungsgremien der Fonds) durch die Bereitstellung von Produktanalysen/Signalen (beispielsweise Leistungsprobleme, Wettbewerbstrends, Peergruppenvergleich, Identifizierung verlustbringender Produkte), um Kundenbedürfnisse und -verhaltensweisen besser identifizieren und darauf reagieren zu können. Es gilt, Produkte und Performance kontinuierlich zu analysieren sowie Methoden und Prozesse zu entwickeln, um eine effiziente Analyse für das Senior Management bereitzustellen. Das Team berichtet auf vierteljährlicher Basis die Ergebnisse einer Flow- und PerformanceAnalyse an die Geschäftsführung. Das Anlageergebnis und die Zustandsprüfungen unserer Produkte werden monatlich mit dem Portfoliomanagement besprochen. Diese Analyse wird vom Investment Quality Management-Team durchgeführt.

Als Folge unseres Ansatzes des Produkt-Lebenszyklusmanagement haben wir im Jahr 2018 in verschiedenen Produktinitiativen gearbeitet. Wir haben zum Beispiel thematische Aktienstrategien erfolgreich eingeführt und positioniert und neue Produkte lanciert, die sich auf künstliche Intelligenz, Klimatechnologie, grüne Anleihen oder die SDG der Vereinten Nationen konzentrieren. Der Bereich Passive hat sieben neue börsengehandelte Fonds im ESG-Bereich erfolgreich positioniert, während unser Alternatives-Team durch die Vorbereitung der Auflegung des PEIF III im Jahr 2019 auf den Erfolg der Fondsserie Pan European Infrastructure Fund aufgesetzt hat.

New Product Approval und Systematic Product Review

Ein strukturierter Produkt-Governance-Prozess sowie ein Prozess für die Genehmigung neuer Produkte (New Product Approval – NPA) und ein systematischer Produktprüfungsprozess (Systematic Product Review – SPR) sind die Basis um sicherzustellen, dass wir den Kunden unsere Produkte und Dienstleistungen mit Überzeugung anbieten können. Wir haben dieses Rahmenwerk zur Steuerung der Risiken aus der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen, Änderungen von Produkten und Dienstleistungen während ihres Lebenszyklus und dem Prozess für die systematische Prüfung dieser Produkte und Dienstleistungen aufgestellt. Außerdem soll gewährleistet werden, dass sie ihre Eignung für den Einsatzzweck aufrechterhalten und mit den Bedürfnissen, Charakteristika und Zielen des jeweiligen Zielmarktes während ihrer Laufzeit im Einklang stehen. Die entsprechenden Prozesse, die auf alle Geschäftsbereiche und regionale Bereiche anwendbar sind, erstrecken sich auf verschiedene Stadien der Produktlebenszyklusprüfung, wobei sich der NPA-Prozess auf die Zeit vor der Einführung und der SPR-Prozess für regelmäßige Prüfungen auf die Zeit nach der Einführung beziehen.

Eine verpflichtende Freigabevoraussetzung im Zusammenhang mit der Genehmigung neuer Produkte (in der gesamten Plattform) ist die Due-Diligence-Prüfung in Bezug auf ESG-Risiken. Diese Freigabe erfolgt durch unser Sustainability Office.

Für 2018 wurden im Rahmen des NPA-Prozesses 36 neue Initiativen für die DWS aus den Bereichen Active, Passive und Alternatives in sieben Rechtsordnungen genehmigt. Im Rahmen des SPR-Prozesses prüfte die DWS 31 bestehende Produkte.

Produktdesign und demografischer Wandel

Wir sind der Ansicht, dass unsere Investmentplattform gut aufgestellt ist, um Marktentwicklungen Rechnung zu tragen. Wie im Abschnitt des Nachhaltigkeitsberichts 2018 „Produkt-Lebenszyklusmanagement“ erläutert, werden globale Branchentrends von den verschiedenen regionalen Kunden- und Produktstrategieforen sorgfältig analysiert. Dadurch erhalten unsere Produktfunktionen fundierte Kenntnisse, wie unsere Produktangebote am besten positioniert werden können.

Infolge des demografischen Wandels über die letzten Jahre sind die Baby-Boom-Generation und die Millennials eine zunehmend wichtige Kundengruppe für uns. Angesichts der Tatsache, dass die Baby-Boom-Generation sich dem Renteneintrittsalter nähert, stellen wir eine steigende Nachfrage nach ausgefeilteren Vorsorgelösungen fest, was zu einem Wachstum in den ergebnisorientierten Produkten wie Multi-Asset-Lösungen geführt hat. Wir wollen innovative Lösungen bereitstellen, die diesen Vorsorgebedürfnissen Rechnung tragen, und nutzen unsere Expertise in der individuellen Gestaltung von Rentenprodukten zur Entwicklung von Vorsorgelösungen der nächsten Generation.

Überdies entwickeln wir unsere digitalen Lösungen weiter, um den individuellen Investmentbedarf der Millennial-Generation zu decken. Wie in Abschnitt 4.2 „Digitalisierung und Innovation“ des Nachhaltigkeitsberichts 2018 beschrieben, haben wir unser digitales Produktangebot und die Palette an Themenfonds erweitert, um neue Wachstumschancen in Verbindung mit dieser jüngeren Investorengruppe zu erschließen.

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1. Grüne Vermögenswerte: Der Begriff bezieht sich auf einen Vorschlag für eine EU-Richtlinie über grüne Kredite oder Investments (beispielsweise für erneuerbare Energien oder Energieeffizienz), die mit geringeren Eigenmittelanforderungen verbunden sein könnten.

2. Zum Beispiel die Leitungsgremien US-amerikanischer Fonds und die Rolle der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission (SEC))

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